Incredible India! Eine Reise ins Märchenland

Indien? Da fliegst Du hin? Die meisten meiner Freunde hatten die gleichen klischeehaften Vorstellungen wie ich. Armut, bettelnde Kinder, Müll, Hitze, verhungernde Tiere. Doch ich sollte eines Besseren belehrt werden….

 

Bei meiner Ankunft in Chennai kann ich schon leise erahnen was mich erwartet. Es ist laut, der Verkehr auf den Straßen ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Es wird gehupt, als gäbe es kein morgen mehr. Mopeds bestimmen das Straßenbild, staunend das ganze Familien inklusive Hund darauf Platz finden und sich sicher ihren Weg bahnen. Kleine, gelbe Dreiradtaxen mit Sonnendach schwirren überall herum. Ochsenkarren,  Busse und Kühe ergeben ein geordnetes Chaos.  Dieses Gewusel und Durcheinander wird sich in jeder Stadt, die ich besuche, wiederholen. Alles ist neu und anders. Ich muss umdenken, mich öffnen für ein wunderbares, neues Land.

Müde mache ich mich auf den Weg zu meinem Hotel. Es ist ein Palast, THE LEELA PALACE. Aus den staubigen, holprigen Wegen, gesäumt von einfachen kleinen Häusern hebt sich die prächtige Auffahrt hervor.  Welch ein Genuss! Arm und reich, Lehm und Kristall, alles liegt dicht beieinander. Überall in Indien!

Am nächsten Tag ist mein Ziel Madurai. Ein  50 minütiger Flug bringt mich zum Meenakshi Tempel, einer überwältigenden Anlage. Von außen knapp 9o Meter hoch und gebaut wie kleine, ineinandergestapelte Wohnhäuser. Was mich Innen erwarten sollte konnte ich nicht mal erahnen. Barfuss und mit einem Schal um die Schultern trete ich ein in eine andere mystische Welt. Mein Verstand spielt leicht verrückt. Ich komme mir vor wie mitten in einem Star Wars, Indianer Jones oder Bollywood Film. Eine Halle, nein, viele Hallen mit hunderten von rußgeschwärzten Säulen empfangen den Besucher.  Es ist feucht,  tausende Kerzen erleuchten Götterstatuen. Wie eine vergessene Stadt von vor hunderten von Jahren. Alle Gottheiten des Hinduismus haben hier ihren Platz, behangen von Jasminkränzen und Blumengebinden.  In sich gekehrte Betende einerseits und laute Familien mit gemieteten Trommlern anderseits huldigen Shiva. Eine Stätte der Begegnung, der Freude, der Ruhe, des Glaubens. Meine Empfindungen hier würden ein ganzes Buch füllen. Alle weiteren Tempel, die ich danach besuche, sehe ich gelassener.

Am nächsten Tag erreiche ich Kumbakonam.  Marktstrassen mit Bananen, Erdnüssnen, Kokosnüssen, Äpfeln (doppelt so groß wie bei uns), ausgebreitet auf dem Boden auf Matten sind hier mein Ziel.  Mir begegnen freundliche Menschen mit offenem Wesen, ganz unaufdringlich. Kinder fragen manchmal nach Stiften, nicht nach Geld. Vor dem großen Shiva Tempel, werde ich von einer feinen indischen Radioreporterin angesprochen. Es ist heute Welttourismustag und Sie möchte wissen, wie es mir in Indien gefällt. Artig gebe ich Auskunft. (Die Susanne wird noch ein Radiostar!)

Während der Fahrt nach Puducherry, meinem nächsten Ziel,  mache ich mir Gedanken über die Hunde, die am Strassenrand liegen.  Es wird keiner überfahren, genauso wenig wie die freilaufenden Ziegen oder Kühe. Leben und Leben lassen.  Wer weiß, als was man im nächsten Leben wieder auf die Welt kommt.

Puducherry ist anders. Sauber, aufgeräumt, geordnet, nett herausgeputzt. Man bemerkt den früheren französischen Einfluß. Eine europäisch anmutende Promenade, Bars, ein wenig wie an Frankreichs Küsten. Das Highlight der Stadt befindet sich aber etwas außerhalb. Auroville, eine autonome Stadt, nach einer Idee von Mirra Alfassa, genannt „Die Mutter“. Alle Nationalitäten und Religionen leben hier in Frieden und Harmonie. Zentrum der Meditation ist die riesige goldene Kugel als  spirituelle Begegnungsstätte.  Sieht echt spacig aus. Die Ashram Idee meiner Eltern rückt in mein Verständnis.

Jedes Erlebnis in Indien würde ein weiteres Buch füllen. Ich werde den Geruch von Jasmin, Garküchen und Räucherstäbchen nicht vergessen. Indien ist laut, grün, gläubig, mit liebevollen Menschen, offen für alle, geduldig, verzeihend, glücklich machend. Sehr gern erzähle ich euch mehr Geschichten über Land und Leute und über den Gott Ganesha, der euch Allen Glück bringen soll.

Namastè, meine lieben Reisenden.

Eure Susanne

Susanne Guentner

Susanne ist verliebt! In das Reisen und in ihre Berufung, ihren Kunden das Reisen so interssant wie möglich zu gestalten. Kein neues Ziel, kein neuer Trend, kein zu entdeckender Pfad, den sie nicht kennt. Und keine landestypische Spezialität, die sie noch nicht probiert hätte. Wenn sie nicht gerade auf Kuba im Geländewagen auf den Spuren der kolonialen Küche wandelt ist sie unter moc.m1544881790mah-o1544881790reube1544881790sier@1544881790rentn1544881790eug1544881790 zu erreichen.