Von Wüstenrosen, Grashütern und Schimmelreitern

Von Wüstenrosen, Grashütern und Schimmelreitern

Katar erwacht aus seinem touristischem Dornröschenschlaf und meistert den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Mit stolzen Temperaturen jenseits der 30° Marke empfängt Katar uns bereits jetzt, im März. Trockene, aber nicht unangenehme Hitze am persischem Golf begleiten uns. Vorfreude auf ein Abenteuer im wahrscheinlich reichstem Land der Erde.

Schnell ins klimatisierte Taxi und über die neugebaute Autobahn in Richtung Doha, Hauptstadt dieses Emirats, mitten in der Wüste. Neu ist das Wort, und begleitet uns auf Schritt und Tritt. Eigenwillige Architektur, ultramoderne Hochhäuser, schemenhaft schon aus der Ferne lassen erahnen, das Katar zeigen will das es nicht mehr die kleine Schwester Dubai`s sein will.

Früher bestand das Land nur aus Sand und Nomaden die mit Karawanen durch die Wüste zogen, erklärt Farouk, unser Taxifahrer, der uns den ganzen Tag begleitet, es gab nur den jahrhundertealten Perlenhandel. Links und rechts der Straße deutet er auf Windrosen,sanft rotgelbe Sandablagerungen die in Jahren der Wind gebaut hat, wie in steingemeißelte offene Rosenblüten, hunderte Meter im Durchmesser. Surreal, die Natur baut die Schönsten Bauwerke.

Erdöl, sagt er, habe allen, oder fast allen, Reichtum beschert. Er will sich nicht beklagen, Strom Wasser, Gesundheitswesen seien für die Katari umsonst. Keine schlechte Idee.

Wie Bergspitzen aus Beton und Glas ragen die Häuser aus der flachen Wüstenlandschaft in den Himmel. Doha hat sich zu einer Topmetrople hochkatapuliert. Doha zeigt was es hat.

Jetzt, am morgen, ist es noch diesig und die prachtvoll angelegten Alleen mit Ihren Palmengesäumten Grünstreifen umgibt noch ein Schleier, den die Sonne bald durchbrechen wird. Wanderarbeiter, sogenannte Grashüter, pflegen mit Hingabe und kleinen Scheren unterhalb der Palmen jeden Grashalm. Es wird wärmer…

Grün ist hier eine seltene Farbe.

Was uns auffällt, Menschen sieht man selten in der Stadt. Das Leben spielt sich innerhalb der Gebäude ab. Farouk lacht und erklärt das Auto ist das Fortbewegungsmittel hier. Von einem klimatisiertem Hochhaus ins nächste. Und das wäre auch gut so, so verdient er sein Geld. Man kann es sich ja leisten. Geld spielt wirklich keine Rolle. Farouk zeigt uns das „alte“ Doha. Wir sind am Souk Waqif. Ein renovierter Basar im Schatten der futuristisch anmutenden Glasbauten. Also doch, das Flair des Orient lebt! Für Einheimische und für uns Touristen die Möglichkeit zum Reden, Feilschen, eben ein Treffpunkt für alle. Wir entdecken mittendrin kleine Boutiquehotels, unauffällig, kleine Schmuckstücke. Farouk zeigt uns die Straße das „touristische“ Doha, schicke Restaurants, Boutiquen mit weltberühmten Namen. Hier braucht man schon die besondere Kreditkarte… Und dann, Hollywood lässt grüßen, patrolieren prunkvollgekleidete Polizisten auf herausgeputzen Schimmel die Straße hinunter. Sowas gibt es nur hier. Ein unwirkliches Bild, aber Tradition. Ihr seit hier sehr sicher, betont Farouk, Katar ist ein freundliches Land. Weiter im Taxi, es sind mittlerweile schon 37°, Wasser ist jetzt unser ständiger Begleiter, wir kommen zur Corniche, der Strandpromenade. Etwas schräg und eigenwillig präsentiert sich das Museum für islamische Kunst. Das größte im arabischen Raum, erzählt Farouk voller Stolz.

Dann deutet er auf die künstlich im Meer angelegten Inseln, „The Pearl“. Dort bauen die Reichsten der Reichen ihre Villen. Wir entdecken dort auch Luxushotels wie das St. Regis. Viele große Hotelnamen haben sich dort ein Statement gesetzt. Reich zu reich, scheint uns. Aber so ganz stimmt das nicht. Zwar steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen, aber Katar ist sich der Welt zu öffnen. Formel 1, Moto GP sind schon länger hier zu Gast. Aber die Fussball WM 2022 wird Katar weltbekannt machen. Zehntausende Gäste werden von dem kleinem Emirat begeistert sein, das eine Brücke zwischen Alt und Neu geschaffen hat. Katar fesselt und wir werden wiederkommen. Das haben wir Farouk versprochen….

 

 

Susanne Guentner

Susanne ist verliebt! In das Reisen und in ihre Berufung, ihren Kunden das Reisen so interssant wie möglich zu gestalten. Kein neues Ziel, kein neuer Trend, kein zu entdeckender Pfad, den sie nicht kennt. Und keine landestypische Spezialität, die sie noch nicht probiert hätte. Wenn sie nicht gerade auf Kuba im Geländewagen auf den Spuren der kolonialen Küche wandelt ist sie unter moc.m1544929912mah-o1544929912reube1544929912sier@1544929912rentn1544929912eug1544929912 zu erreichen.