Marrakesch – diese Stadt verursacht Herzklopfen

Marrakesch – total abgefahren!
Als Fußgänger in Marrakesch kann man schon mal Herzklopfen bekommen. An jeder Strassenecke versetzt Dich eine neue, orientalische Sehenswürdigkeit ins Staunen und die bunten, verschwenderischen Auslagen der Händler in den Souks machen Dir schnell klar, dass dein Instgramaccount viel zu wenig Speicherplatz für diese überbordende Fülle an fotogenen Eindrücken hat.

Allerdings treibt auch der Verkehr in dieser Stadt den Blutdruck des Besuchers in die Höhe. Auch akustisch. Es erfordert zunächst mal die volle Aufmerksamkeit in diesem Chaos von hupenden Autos, Viehtransportern, Pferdekutschen und vor allem Mopeds unbeschadet den Weg zu finden. Gefühlt besitzt jeder Marrakschi mindestens ein stinkendes und lärmendes Gefährt. Und wenn es auch nur ein Eselskarren ist… und dann steht da tatsächlich eine Fahrradtour durch Marrakesch auf dem Tagesprogramm. Meinen 18 Kolleginnen und mir schlägt das Herz bis zum Hals.

Wir sind auf TUI Informationsreise in Marokko. Da stehen viele Hotelbesuche, Besichtigungen und Ausflüge auf dem Programm. Unter anderem auch der Besuch bei einem Projekt, das die TUI Care Foundation hier in der Stadt unterstützt. Pikala Bike ist eine Fahrrad Station, mitten in der Stadt, in der marokkanische Kinder kostenlos Radfahren lernen können. Man kann aber auch geführte Radtouren hier buchen. Die Holländerin Cantal Bakker hat mit Pikala Bike die ambitionierte Aufgabe übernommen jungen Menschen, in diesem von Jugendarbeitslosigkeit stark betroffenen Land, bessere Zukunftschancen im Bereich Tourismus zu ermöglichen. Hier werden sie zu Touristenführern und Fahrradmechanikern ausgebildet, lernen mit Menschen aus aller Welt umzugehen und Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.
Atoub, Ali und Sarah sind heute unsere Guides. Also, auf ins Abenteuer. Es geht los durch die Altstadt, weiter über 4 spurige Boulevards bis in das französische Villenviertel Gueliz mit seinen ruhigen Alleen und hübschen Gärten. Bei einer kurzen Verschnaufpause dort stellen wir fest, dass wir die anfängliche Platzangst schon sehr schnell überwunden haben. Atoub erklärt uns die Geschichte dieses Stadtviertels und wo hier die hippen Szene Bars zu finden sind und Ali kontrolliert nochmals die Sicherheit der Räder. Sarah kümmert sich um Toufique, unseren marokkanischen TUI Reiseleiter, der uns mental gut auf diese Tour vorbereitet hat, dem nun aber offensichtlich selbst der Schweiß ausgebrochen ist. Radfahren ist für Marokkaner ein sehr exotischer Sport.
Es geht weiter. In die Souks. In dem wuseligen Gewirr schmaler Gassen, in dem Händler und Handwerker ihre Waren feilbieten, entwickeln wir bereits Mut zur Lücke und manövrieren uns vorbei an Handkarren, Mopeds und Eseln und rufen unserem Hintermann zu „Yalla, yalla: überholen gefahrlos möglich“.

Unsere jungen Guides sind sichtbar glücklich darüber uns ihre Heimatstadt zeigen zu können und darüber, dass wir so viel Spaß dabei haben. Sie führen uns zu den versteckten Juwelen Marrakechs, jenseits der fancy places, die auch hier von Reisegruppen nicht verschont bleiben. Bei einem Tee auf der Dachterrasse des alternativen cross-cultural Clock Cafes, erzählt mir Sarah wie glücklich sie ist, Teil dieses Projekts sein zu dürfen und dass auch immer mehr marokkanische Frauen einen Fahrradkurs bei ihr belegen. Wer weiß, vielleicht wird Radfahren in Marokko noch so trendy wie in Holland und trägt positiv zur Umweltbilanz bei. Wir jedenfalls möchten gar nicht aufhören mit unserer Tour, den Verkehr haben wir längst im Griff und der Puls schlägt nur noch für die Schönheiten am Wegesrand. Für uns ist dieses adrenalinfördernde Erlebnis und die Begegnung mit diesen engagierten, fröhlichen Jugendlichen jedenfalls ein unvergessliches Highlight dieser Reise. Und mein Geheimtipp für alle Entdecker und Abenteurer.
Projekte der TUI Care Foundation wie Pikala Bike kannst auch Du unterstützen. Bei Deiner Urlaubsbuchung bei uns im Reisebüro, oder in dem Du Dich einfach selbst mit Atoub, Ali und Sarah auf den Sattel schwingst.

Marrakesch – schöner wohnen!

Es gibt viele Möglichkeiten in Marrakesch zu wohnen. Nur wenige Minuten außerhalb der Stadt haben sich zahlreiche komfortable Hotels etabliert, die mit großen Poolanlagen und Spas zur Erholung einladen. Hier kann man die Vitalität der Stadt gegen die Stille in den wunderschönen Gartenanlagen eines Kenzi Menara Palace oder Fairmont Royal Palm eintauschen. Letzteres ist wohl eines der luxuriösesten Golf Hotels, das ich je betreten habe. Der 200o qm  große Pool, die Architektur und das komplette Design sind outstanding. Der Service ist unaufdringlich, herzlich und gekonnt. Die maximal 300 Gäste verbringen den Tag gern auf dem hoteleigenen Golfplatz und genießen den Abend auf der Terrasse der Hotelbar mit Blick auf die schneebedeckten Berge des hohen Atlas.
Wer aber nur kurz in Marrakesch bleibt, dem empfehle ich ein Riad in der Stadt. Diese historischen Herrenhäuser mitten in der Medina beherbergen nur wenige Gäste. Das Riad Armelle, fast unauffindbar versteckt in den lebendigen Souks ist eines davon. Ich betrete den Innenhof und es ist auf einmal als hätte jemand den Stecker gezogen. Der Lärm der Straßen bleibt draußen und 1001 Nacht beginnt.

Bei einer kleinen Teezeremonie erklärt uns der Hotelmanager am Springbrunnen des Patios die Geschichte dieses liebevoll restaurierten Gasthauses. 15 Zimmer hat das Riad und diese sind fulminant orientalisch dekoriert und lassen selbst den eingefleischten Bauhaus Fan nicht kalt. Die Dachterrasse muss sich ein Flaschengeist ausgedacht haben. Zauberhafte Gartenbeete und sonnenbeschirmte Sitzplätze mit üppigen Kissen laden hier zum Träumen ein, während mir die Stadt scheinbar zu Füßen liegt. Hier wurde ganz bestimmt schon Mal ein Film gedreht, ich bin ganz sicher. Und wenn nicht…vor meinem geistigen Auge entsteht gerade einer.

Bitte aufsteigen auf den fliegenden Teppich nach Marokko, ich bringe Euch direkt ins Märchenland.

Herzlichst Eure Anja

Anja Rossa

Anja ist unser "alter Hase", sowohl in der Reisewelt als auch auf dem Golfplatz, und Expertin für Golfreisen und Luxusurlaub. Man könnte ihr unterstellen sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht...oder ist ihr Beruf ihr Hobby? Wenn Anja nicht gerade mit dem Golfball um die Welt fliegt, ist sie zu erreichen unter moc.m1555854608mah-o1555854608reube1555854608sier@1555854608assor1555854608